Philipp Munzert

Er schreibt über Methoden, Bücher und Software-Entwicklung.

Montag, 17. September

Produktfeatures schnell und einfach priorisieren

Wie die Impact-Effort-Matrix den Entscheidungsprozess unterstützen kann

Gerade in der Produktentwicklung ergeben sich während des Entwicklungsprozesses zahlreiche Ideen und Verbesserungen, die genau betrachtet und priorisiert werden sollten. Nicht selten entsteht bei mangelnder Einstufung der Ideen ein verschwommenes Bild vom finalen Produkt, das wichtige Entwicklungsressourcen falsch bindet. In diesem Text zeigen wir, wie mithilfe der Impact-Effort-Martix eine simple aber sehr effektive Einordung der Vorhaben gelingt.

Was wird benötigt:

  • Rechteckige Post-its, wir mögen gelb
  • Sharpies (für Insider der Begriff für geeignete Stifte zum Beschreiben von Post-its) oder einfach gesagt, dicke Stifte zum Schreiben
  • Ein großes Blatt Papier (A1 oder noch besser A0) oder ein Whiteboard

Die Matrix erstellen und Items vorbereiten

Die Impact Effort Matrix ist ein spannendes und gleichzeitig einfaches Instrument, um eine Priorisierung von Aufgaben, Entwicklungstickets oder auch Meilensteinen während der Produktentwicklung anzugehen. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um eine 2 mal 2 Matrix mit den Achsen Aufwand und Einfluss. Um starten zu können, zeichnet man das Grundraster der Matrix auf ein großes Blatt Papier oder Whiteboard und deutet die Vierteilung durch Mittelachsen an.

Das Grundlayout der Matrix ist schnell erstellt



In der Zwischenzeit sollten alle zu priorisierenden Items auf einzelne Post-its geschrieben werden, sodass anschließend die Lösungsideen einzeln bewertet werden können.

Alle Items auf einen Post-it schreiben

Die Items im Team bewerten

Im Idealfall ordnet man die Features in einer gemeinsamen Teamrunde innerhalb dieser Matrix an. Dabei sollte durchaus diskutiert werden, jedoch im Rahmen der vorgegebenen Kategorien. Am besten nimmt sich ein Teammitglied ein Item und bewegt es zunächst auf der horizontalen Achse bis das Team über den Aufwand einstimmig entschieden hat. Nun ist die vertikale Achse und somit der Einfluss des jeweiligen Items dran. Auch hier verschiebt das Teammitglied so lange die Karte bis die richtige Position für das Item erreicht ist. Dieses ganze Prozedere führt man mit allen vorhandenen Karten durch.

Wir suchen nach hohem Einfluss und geringem Aufwand

Sobald alle Items in der Matrix angeordnet sind, ergibt sich ein gewisses Bild innerhalb der Matrix. Es ist naheliegend und zielführend, sich relativ schnell den Bereich hoher Einfluss, geringer Aufwand genauer anzuschauen. Alle Items, die sich hier befinden sollten hoch priorisiert und zügig umgesetzt bzw. validiert werden

Die befüllte Matrix lässt nun Schlussfolgerungen zur Priorisierung zu

Abschließend können alle Lösungsideen in dem Bereich hoher Einfluss, geringer Aufwand mit einem Punkt markiert werden, sodass sie bei späterer Verwendungen schnell wieder erkennbar sind.

Die Impact-Effort-Matrix ist eine gute Methodik, um schnell und einfach eine Priorisierung der anstehenden Produktfeatures ableiten zu können. Besonders im Team hilft die Vorgehensweise, um ein gemeinsames Verständnis für die kommenden Entwicklungsschritte aufzubauen.